Bei Fahrtantritt schon wissen, welcher Pendler-Parkplatz frei sein wird

Viele Pendler kennen das tägliche Problem der Parkplatzsuche. Jeder wünscht sich schon rechtzeitig bei Fahrtantritt zu wissen, ob ein Parkplatz noch frei sein wird bei Ankunft oder nicht. Dieser Wunsch konnte, durch das im Rahmen der mFund Initiative vom BMVI geförderten Pilotprojektes „P+R-Aktuell“ jetzt mit Unterstützung mehrere Partner unter der Konsortialführung von [ui!] Urban Mobility Innovations, umgesetzt werden.

IMG E4339Hierzu wurden in den letzten Wochen insgesamt 330 Bodensensoren an den Bahnhöfen Eschborn Süd, Eschborn Bahnhof und Eschborn-Niederhöchstadt aufgeklebt, um die Parkraumbelegung mittels ensprechender App oder Web-Applikation anzuzeigen.

Die Sensoren erfassen, ob ein Stellplatz frei oder belegt ist und senden diese Information an eine zentrale Datenplattform, in der die Daten zu Auslastungsinformationen gesammelt, analysiert und weiterverarbeitet werden. Diese Informationen werden für den Parksuchenden visualisiert und sind kostenlos über die App „CityPilot“ abrufbar.

Der Clou - auf der App kann genau der Standort der aktuell freien Parkplätze eingesehen werden.  So können die Verkehrsteilnehmenden bereits vor der Abfahrt sehen, ob und wo genau ein Stellplatz frei ist, damit keine zusätzlichen Parksuchzeiten entstehen.

Der immer stärker zunehmende Pendlerverkehr macht einige Verkehrsoptimierungen notwendig. „Eine intelligente Verkehrssteuerung ist zukünftig nur möglich, wenn entsprechende Daten zur Verfügung stehen. Parksensoren sind ein Baustein für die Digitalisierung im Bereich Mobilität und zum Weg zur Smart City.“, so Bürgermeister Adnan Shaikh. „Die Park+Ride-Anlagen in Eschborn werden auf Grund der Nähe zu Frankfurt sehr gut angenommen. Der Bahnhof Eschborn Süd gehört sogar zum Tarifgebiet von Frankfurt und ist daher besonders attraktiv für Pendlerinnen und Pendler. Durch die Ausstattung der Stellplätze mit Parksensoren verbessern wir den Service für Verkehrsteilnehmende und wollen damit auch den ÖPNV stärken.“

IMG 4336Rund 28.000 Park+Ride Stellplätze gibt es an den Bahnstationen in der Region Frankfurt RheinMain. Die Erfassung und Prognose der Stellplatzbelegung an Park+Ride-Plätzen mithilfe künstlicher Intelligenz wird von der [ui!] Urban Mobility Innovations als Konsortialpartner und Lieferant von FCD-Daten (Floating Car Data – Echte Daten von Fahrzeugen) zur Verfügung gestellt. Zukünftig sollen die aktuellen Auslastungsinformationen zusätzlich an P+R-Anlagen in Mobilitätsinformationsdiensten, wie der P+R-Plattform des Landes Hessen www.pundr.hessen.de, bereitgestellt werden.

Weitere Partner des Projektes sind die Smart City System GmbH, der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) und die Gesellschaft für Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain (ivm) untersucht.

„Die P+R-Anlagen in der Region sind mehrheitlich in kommunaler Hand. Mit dem Vorhaben möchte die ivm den Kommunen zukünftig ein effizientes Instrumentarium an die Hand geben, um auch in einem größeren Maßstab aktuelle Belegungsinformationen zu P+R-Anlagen bereitstellen zu können.“, erläutert Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der ivm, sich als regionale Gesellschaft am Projekt zu beteiligen.

Die gewonnenen Erkenntnisse werden hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit auf andere Anlagen bewertet und können so zukünftig anderen Kommunen bei ähnlichen Vorhaben helfen.
Das Projekt läuft noch bis November 2021. Die Stadt Eschborn hat bereits angekündigt, den Service dauerhaft anzubieten.

Quelle und weitere Informationen unter: www.ivm-rheinmain.de

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