[ui!] entwickelt mit der Stadt Langenfeld einen Klimaschutz-Monitor

Klimaschutz Monitor Langefeld 3

Die Hochwasser-Katastrophe hat es auch in Langenfeld und unseren Nachbarstädten deutlich gezeigt: Der Klimawandel hat und wird in Zukunft auch bei uns große Auswirkungen auf das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben haben.

„Die globalen Klimaveränderungen werden uns zunehmend auch in Langenfeld beschäftigen und vor große Herausforderungen stellen. Ein nachhaltiges sowie transparentes Handeln und Wirtschaften direkt vor der eigenen Haustür ist sehr wichtig“, so Bürgermeister Frank Schneider, der sich mit dieser Aussage durch die zahlreichen Gespräche mit Hochwasser-Geschädigten bestätigt fühlt.

Sabine Janclas, zuständige Referatsleiterin für Umwelt, Verkehr, Tiefbau, führt aus: „Um die vorgegebenen globalen und nationalen Klimaziele auch auf eine Stadt wie Langenfeld anwenden und übertragen zu können, müssen wir diese Ziele für alle Bürgerinnen und Bürger einfach, transparent und verständlich auf realistische und erreichbare Größen herunterbrechen, um effektive und Maßnahmen in den politischen Gremien zu beschließen.“

Und genau hier soll der neue, gemeinsam mit [ui!] entwickelte, Langenfelder Klimaschutz-Monitor helfen, der nach Vorstellung und Verabschiedung in den zuständigen Fachausschüssen und im Rat noch in diesem Jahr -online und für alle sichtbar- an den Start gehen soll. „Dann kann jeder in Echtzeit ablesen, wie es in Langenfeld in Sachen Klimaschutz und -anpassung vorangeht“, freuen sich der städtische Klimaschutz-Beauftragte Jens Hecker sowie Joachim Stephan, der für den Bereich Smart City bei der Stadt verantwortlich ist.

Um die im Klimaschutz-Monitor dargestellten Themenfelder, Maßnahmen und Ziele auch messbar und transparent zu machen, müssen aktuelle, valide und genaue Daten in Echtzeit erfasst und bereitgestellt werden. Zum Start sind das neben den klassischen Wetterdaten auch Umweltdaten zur Luftqualität, zum Beispiel Feinstaub, Ozon, Kohlenstoffmonoxid oder Stickstoff, sowie Verkehrsdaten wie die Anzahl und Geschwindigkeit von PKW, LKW und Radfahrern. Pegelstände der Langenfelder Bäche in Echtzeit mit einer Alarmierungsfunktion könnten folgen.

„Datenschutz und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in diese Daten hat dabei allerhöchste Priorität“, so Joachim Stephan. „Erste Erfahrungen auf diesem Gebiet konnten bereits in den vergangenen Jahren im Freizeitpark gesammelt werden. „Für uns war dies eine Art Nullmessung in einem verkehrsfreien Versuchslabor, um jetzt den nächsten Schritt ins ‚echte‘ Leben bzw. auf die Straße gehen zu können.“

Klimaschutz Monitor Langefeld 1Ort des „echten Lebens“ ist zukünftig die Solinger Straße, zwischen Rathaus ab Kreuzung Richrather Straße / Theodor-Heuss-Straße und der Einmündung in Höhe Feldstraße beziehungsweise Bogenstraße.

„Aufmerksame Beobachter haben sicherlich bereits die zahlreichen neuen Sensoren auf diesem Straßenabschnitt an den Straßenlaternen gesichtet“, so Bernhard Kempen, Geschäftsführer der 2019 gegründeten Digital- und Infrastrukturgesellschaft Langenfeld (DIL), die als Tochter der Stadtentwicklungsgesellschaft die Digitalisierung der Stadt Langenfeld vorantreibt.

Neben dem öffentlichen Lichtnetz lässt DIL das digitale Herz der Stadt schlagen: die notwendige Datenplattform mit entsprechender Sensorik sowie den Klimaschutz-Monitor. „Wir sind stolz, dass Langenfeld so fortschrittlich und zukunftsorientiert denkt und uns als technischen Dienstleister mit dieser wichtigen Aufgabe beauftragt hat“, betont Kempen gemeinsam mit Sabine Janclas, die neben Ihrer Tätigkeit in der Verwaltung im Bereich Umwelt, Verkehr, Tiefbau auch gleichzeitig weitere Geschäftsführerin bei DIL ist.

„Dem gesamten Klimaschutz-Monitor-Team und mir ist bewusst, dass wir Langenfeld nicht sofort komplett und in Echtzeit in unserem Langenfelder Klimaschutz-Monitor abbilden können. Aber wir wollen jetzt anfangen und für alle Bürgerinnen und Bürger, der Politik und den zuständigen Mitarbeitern in der Verwaltung sichtbar zeigen, was heute auch schon in einer Mittelstadt wie Langenfeld möglich und machbar ist“, so Bürgermeister Schneider. „Wir brauchen für unsere zukünftige Arbeit in der Verwaltung und Politik messbare Daten und Fakten, um unsere gemeinsam beschlossenen Klima-, Umwelt- und Verkehrsmaßnahmen zu evaluieren und daraus schrittweise weitere und effektive Maßnahmen abzuleiten. Klimaschutz und -anpassung muss verstärkt messbar werden, damit wir in Langenfeld verlässlich und ohne ‚subjektives Bauchgefühl‘ erkennen können, wo der größte Handlungsbedarf in unserer Stadt besteht und ob wir durch diese Maßnahmen den lokalen Klimazielen in Langenfeld bestmöglich gerecht werden.“

Die Solinger Straße ist für dieses Vorhaben -nach der ersten Testphase im Freizeitpark- der ideale und logisch sinnvolle Folgestandort für den nächsten Schritt zu einer Smart City Langenfeld. Hier ist das Verkehrsaufkommen im Innenstadtbereich mit am höchsten. Täglich befahren verschiedenste Verkehrsteilnehmer als Anwohner, Pendler, Besucher der Innenstadt, Lieferverkehr oder reiner Durchgangsverkehr mit PKW, LKW, Bus, Fahrrad, E-Roller oder Elektro- und Seniorenmobil diesen ca. 300 Meter langen Straßenabschnitt.

Sobald die Testphase abgeschlossen ist, werden die Ergebnisse der gesammelten Klima- und Umweltdaten aus dem Freizeitpark und der Klimastraße „Solinger Straße“ sowie der Verkehrsdaten ausgewertet. Danach wird der Prototyp des Klimaschutz-Monitors als erster Aufschlag in den Fachausschüssen und danach im Rat vorgestellt, um dann das weitere Vorgehen mit den politischen Gremien abstimmen.

Quelle (Text und Fotos): https://www.langenfeld.de

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