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Hauptstadtkonferenz Elektromobilität 2014

Auf der zweiten Hauptstadtkonferenz Elektromobilität im Roten Rathaus versichern sich die Teilnehmer: Das Schaufenster füllt sich. Doch die Öffentlichkeit bekommt es kaum mit.

Das internationale Schaufenster der Elektromobilität in Berlin und Brandenburg füllt sich – aber kaum jemand hat es bemerkt. „Man ist überrascht, was im letzten Jahr alles in Berlin passiert ist", sagte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am Mittwoch auf der zweiten Hauptstadtkonferenz Elektromobilität im Roten Rathaus. „Aber wie kann man es auch sichtbar machen?", fragte er die 600 Teilnehmer. Tatsächlich haben zuletzt einige Nicht- Berliner dabei geholfen, dass in Berlin das „Elektro-Fieber" ausgebrochen ist, wie Gernot Lobenberg, Leiter der Berliner Agentur für Elektromobilität, meinte. Zum Beispiel der VW-Konzern, der auf dem Tempelhofer Flugfeld 14 Tage lang sein Angebot an E-Autos mit mehr als 6000 Probefahrten für 35000 Besucher zelebrierte.

Berlin Kongress

1300 E-Autos insgesamt, davon mehr als 400 E-Fahrzeuge im Carsharing von Daimler, BMW und der Bahn, sind schon länger in der Stadt unterwegs. Berlin habe sich zum „öffentlichkeitswirksamen Testparcours der Autoindustrie" entwickelt, sagte Wowereit. Und mit dem Produktionsstart des Elektro-Scooters von BMW in Spandau kommende Woche werde die Stadt auch zum „Industriestandort für ein Elektrofahrzeug". Soeben haben Senat und Wirtschaft ein Aktionsprogramm 2020 verabschiedet, um den Fortschritt zu beschleunigen. „Es kann losgehen", sagte Wowereit. "..."

Quelle: www.tagesspiegel.de


Das Thema des Verbundprojektes „eFahrung" ist das Untersuchen der Akzeptanzkriterien für Betreiber von Firmenflotten, Elektrofahrzeuge in ihre Flotten zu integrieren.

eFahrung

Ziel ist es, eine wirtschaftliche und zuverlässige Gesamtlösung zu entwickeln, um E-Fahrzeuge innerhalb einer „grünen" Firmenflotte betreiben zu können. Gleichzeitig soll für die Nutzer die Elektromobilität als Teil einer modernen zukunftsorientierten Stadtmobilität attraktiv sein und die vorhandenen technologischen Einschränkungen, wie geringe Reichweite und Betriebszuverlässigkeit, sollen durch geeignete Maßnahmen ausgeglichen werden. Zu diesen Maßnahmen zählen beispielweise die kontinuierliche Überwachung des Fahrzeugzustands, Verkehrs- und Streckeninformationen sowie verschiedene Dienstleistungen wie Reinigung und Bring-Service.

Zu diesem Zweck entwickelt [ui!] - the urban institute® eine zentrale Planungs- und Steuerungslösung auf Basis der UrbanPulse-Plattform. Die Lösung soll die für die Planung relevanten Datenquellen, welche im Projekt betrachtet werden, integrieren und fusionieren. Zu den Datenquellen zählen insbesondere Datenerfassungsgeräte in den Fahrzeugen (sog.
On-Board-Units, OBU), die Fahrzeugdaten während der Fahrten auslesen und zur weiteren Analyse an die UrbanPulse-Plattform und ferner an die zentrale Planungs- und Steuerungsplattform übermitteln.


Einige Stimmen

 

Berlins Bürgermeister Wowereit: Berlin ist anders und Mobilität muss zukünftig möglichst CO2 frei sein. Berlin will voran schreiten. Berlin ist offen für neue Mobilität, auch der gemeinsamen Nutzung.

 

Staatssekretärin Katherina Reichel vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: Die Elektromobilität muss vor allem über die Flotten und Flottenbetreiber in den Markt kommen. (Sie verweist auf die VDA eFleet Konferenz, die parallel in Berlin stattfindet und stellt fest, daß Car Sharing eine wichtige Rolle in der Zukunft spielen wird und die Elektromobilität neue Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte ermöglichen wird.)

 

Prof. Dr. Lutz Heuser, CTO, als Teilnehmer der Hauptstadtkonferenz begrüßt diese deutliche Unterstützung und fordert von dem Gastgeber emo, dies mit größtmöglichen Einsatz umsetzen. Die emo ist der Katalysator in Berlin und kann die Plattform für junge Unternehmen wie [ui!] the urban institute dabei unterstützen.

 

Dr. Patrick Plötz, Fraunhofer ISI: TCO spielt im gewerblichen Bereich eine größere Rolle als im privaten Bereich. TCO von E-Fahrzeugen ist vergleichbar oder sogar günstiger bei hohen Fahrleistungen und regelmäßigem Fahrprofil.

 

Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: Das Thema E-Mobilität wird von der Bundesregierung sehr ernst genommen wird. Daher widmet sich die Kanzlerin auch persönlich dieser Angelegenheit.